Jetzt habe ich auch einen Blog...

Es gibt einige Foren im World Wide Web, auf denen ich als "Eurasierwolle" unterwegs bin - mal mehr, mal weniger.
Dieser Blog soll sozusagen meine Zentrale werden mit Bildern und Geschichten rund um unseren Eurasier, seine Wolle, mein Spinnrad und was mich in meinem Leben sonst noch so beschäftigt.

Und wer mich direkt anmailen will, kann dies unter der Adresse "laube-alveslohe(at)wtnet(Punkt)de" gerne tun.


Montag, 12. November 2012

Horizonterweiterung - wie war das damals?

Nun die versprochene Fortsetzung - diesmal auf "Wolli's" großem Bruder "Laptop" entstanden...

Es ist schon ziemlich irrsinnig, wie die digitalen Medien heutzutage unser Leben beeinflussen - wie war das eigentlich um 1980 herum??
Kein Internet, keine eMails, keine PCs, keine Handys - das Leben war wesentlich geruhsamer, aber auch langwieriger. Ich habe seitenlange Briefe von Hand geschrieben und war sauer, wenn die Post mal wieder streikte, weil ich sehnsüchtig auf eine Antwort des Empfängers wartete. Telefone hatten noch eine Wählscheibe und waren per Kabel mit der Telefonsteckdose in der Wand verbunden - wenn es mal klingelte, war es immer spannend, wer sich am anderen Ende der Leitung meldete. Andererseits verliefen sich etliche Anrufe meinerseits in endlosen Freizeichen - keiner da, jedenfalls nicht in Reichweite seines Telefons. Man war damals eben noch meilenweit entfernt von dieser ständigen Erreichbarkeit per Handy - ok, man kannte es ja nicht anders, aber wie oft hätte ich liebend gerne gewusst, wo ein guter Freund von mir steckte, den ich schon tagelang vergeblich versuchte zu erreichen...

In dieser Zeit lernte ich spinnen und studierte stundenlang die Kataloge und Preislisten der wenigen Wollanbieter, die wir mit der "Textilwerkstatt Vogelweide" als Lieferanten zur Verfügung hatten. Ich lernte etliche Rohfasern kennen und schrieb so manche "Wunschliste" für die nächste Sammelbestellung - Schreibblock und Stift waren damals gaaanz wichtig, denn man hatte ja noch keinen PC, der solche Wunschlisten, Gedanken und Ideen speichern konnte.
Bücher gab es nur in der Buchhandlung - oder leihweise in der "öffentlichen Bücherhalle", wobei man immer auf das vorhandene Angebot angewiesen war. Englische oder amerikanische Strickanleitungen? Fehlanzeige, davon wussten vielleicht die Amerikaner, aber keine deutsche Buchhandlung hätte sich sowas ins Regal gestellt.
Das gesamte Leben war damals ziemlich schmalspurmäßig, seinen "geistigen Horizont" konnte man mit "klassischer Literatur" erweitern, im Studium konnte man sein Gehirn mit wissenschaftlicher Lektüre füttern - aber der "Horizont" endete in der Staatsbibliothek der Uni!

Verglichen mit damals leben wir heute in einem wahren Strudel an Informationen, können jederzeit Tante Goggel fragen - wonach auch immer uns der Sinn steht - und auf eine informative Reise gehen. Man hat zu Anfang des Computerzeitalters schnell lernen müssen, nützliche Informationen von "Ballast" zu unterscheiden und gezielt nach etwas zu suchen.
Auch die sonstigen Medien - allen voran das Fernsehen - bombardierte uns zunehmend mit "Informationen" verschiedenster Art, private Sender schossen wie Pilze aus dem Boden und der "Sendeschluss" wurde abgeschafft! Erinnert sich noch jemand an dieses grieselige Rauschen auf dem Bildschirm? Nach Mitternacht gab es in der Woche nichts mehr zu sehen, an den Wochenenden vielleicht einen späten Spielfilm...

Irgendwie hatte das Leben um 1980 herum auch seine Reize, zumindest hatte man mehr ZEIT! Man war eben nicht diesem Feuerwerk an Informationen ausgeliefert, hatte keine zwei oder drei Telefone zu bedienen, kein Handy verfolgte einen auf allen Wegen - man nimmt es ja doch immer mit, es könnte ja was Wichtiges passieren... Den Briefkasten hat man schon damals täglich geleert, aber meistens war er leer, während man heute die gelegentlichen persönlichen Briefsendungen aus einem Stapel Werbung herausfischen darf. Heutzutage hat mein Briefkasten irgendwas von "Papierkorb, während er früher für mich "die Tür zur Aussenwelt" war... Ach ja, "Altpapiersammlung" gab es damals auch schon! Man stellte sein Bündel an Tageszeitungen und Zeitschriften fein säuberlich mit Bindfaden verschnürt an den Strassenrand - heute gibt es pro Haushalt eine Tonne dafür, die innerhalb von 4 Wochen auch ziemlich voll wird.

Die Spinnerei (am Spinnrad) ist zum Glück ziemlich beim Alten geblieben, wenn auch dank "Horizonterweiterung" viel schönes Neues dazu gekommen ist. "Spinnfutter" bestellt man nicht mehr per handgeschriebenem Bestellschein sondern per Mausklick im Internet-Shop des Anbieters. Davon drängeln sich weltweit unzählige um unser Portemonaie bzw. Konto! Auch Spinnräder und sonstige "Hardware" für das Hobby findet man im Internet in überirdíscher Auswahl.
Es geht aber auch regional und persönlich im Internet zu: Dank diverser Foren und Blogs gibt es einen regen Erfahrungs- und Informationsaustausch und man lernt sich bei verschiedenen Spinntreffen und Veranstaltungen endlich persönlich kennen, nachdem man schon wochenlang voneinander gelesen hat...

So schliesst sich der riesige Kreis, den man im Laufe der Jahre geschlagen hat. Aus der riesigen Informationsflut, der man heutzutage ausgesetzt ist, kristallisieren sich persönliche Kontakte heraus. Daraus wachsen mit der Zeit Bekanntschaften, vielleicht sogar Freundschaften - auf jeden Fall mehr als "Gesichtsbuch-Freunde"...

Eine "freundliche" Woche an Alle
wünscht Cornelia

Sonntag, 11. November 2012

Meine Helfer beim Hobby...

... heissen natürlich Kardiermaschine, Handkarden, Haspel, Wollwickler - und WOLLI, mein kleines Netbook!
Zur Feier des Tages gibt es heute den ersten Blogeintrag geschrieben auf Wolli - ich habe ihn nämlich gerade "befördert" und ihm eine Maus geschenkt. Natürlich keine echte Maus, diese ist klein, handlich und schnurlos, eben eine Computermaus! Das eingebaute Touchpad ist nicht so mein Fall...  Und die "Beförderung" bezieht sich auf Wolli's Betriebssystem, er läuft jetzt mit "Windows7 Home Premium" statt mit der gräßlich spartanischen Starter-Version.
Soviel fürs Erste auf die Schnelle, ich muß Wolli noch fertig einrichten. Demnächst gibt es dann mehr Gedanken zu "elektronischen Helfern"!