Jetzt habe ich auch einen Blog...

Es gibt einige Foren im World Wide Web, auf denen ich als "Eurasierwolle" unterwegs bin - mal mehr, mal weniger.
Dieser Blog soll sozusagen meine Zentrale werden mit Bildern und Geschichten rund um unseren Eurasier, seine Wolle, mein Spinnrad und was mich in meinem Leben sonst noch so beschäftigt.

Und wer mich direkt anmailen will, kann dies unter der Adresse "laube-alveslohe(at)wtnet(Punkt)de" gerne tun.


Montag, 31. Dezember 2012

Der Coundown läuft

...noch langsam, aber unaufhörlich - das "alte" Jahr geht nun zuende!

Rundherum werden nun auf anderen Blogs die "Jahresrückblicke" strapaziert, ich mache es mir etwas einfacher und schreibe einfach mal auf, was ich gerade so mache.
Auf NDR3 (Fernsehen) fängt gerade "Dinner for One" an, die gute alte schwarz-weiß-Fassung - ein wirkliches "Must-have" am letzten Abend des Jahres, jedenfalls für mich!
Um das TV-Programm gibt es dieses Jahr keine Diskussionen, da mein Göttergatte arbeiten darf und schließlich noch bei der Silvesterparty bei Freunden vorbeischaut.
Gemeinsame Besuche zu irgendwelchen Festivitäten sind bei uns dank Churchill immer schwierig und zu Sylvester ganz unmöglich - unser Hund hasst Sylvester mit der ganzen Knallerei!! Dieses Jahr verabreiche ich ihm schon seit einigen Tagen eine rein pflanzliche Tinktur "gegen Stress" - und es scheint ihm zu helfen! Während die letzten Jahre jeder Böller ihn zum Schlottern gebracht hatte, liegt er jetzt relativ entspannt neben mir auf seiner Matte und döst vor sich hin. Mal sehen, wie lange das gutgeht! Bisher knallt es bei uns im Dorf nur ab und zu, aber Richtung Mitternacht wird sich das auch hier unweigerlich steigern. Gut für uns, dass das Wetter heute Nacht nicht besonders Raketen-tauglich werden soll - Regen und stürmische Böen werden das leuchtende und knatternde Spektakel wohl etwas ausbremsen.
Laut letztem telefonischen Lagebericht von der Dienststelle meines Mannes in Hamburg herrscht dort längst Bürgerkrieg - jedenfalls akkustisch! Wie schön ist doch das Landleben!!

Wenn ich schon so am Tippseln bin, kann ich ja auch endlich meine jüngste hobbytechnische Errungenschaft vorstellen: Mein Tischwebstuhl Marke Varpapuu mit 8 Schäften!
Mit 80 cm Webbreite ist er schon ganz nett groß, wie er da auf meiner Arbeitsplatte unterm Dach steht - er ist noch "in Arbeit"! Er stammt aus einer Wohnungsauflösung und war offensichtlich seit einigen Jahren nicht beschäftigt worden, er war ziemlich verdreckt und eingestaubt. Nun ist er schon mal grundgereinigt und wartet auf den Zusammenbau. Zum Glück hatte ich beim Abholen noch ein Bündel Holzleisten entdeckt, unter anderem die Bestandteile des Untergestells - allerdings ohne die zugehörigen Schrauben, da muss ich mir noch was einfallen lassen.

In meinem Fundus aus den Zeiten der alten "Textilwerkstatt Vogelweide" fand ich noch hilfreiche Zutaten wie Schiffchen und Breithalter - ursprünglich für einen einfachen Hochwebstuhl Marke Eigenbau gedacht, aber für den Anfang sicherlich brauchbar.


Bis es richtig losgehen kann, wird es aber noch einige Tage dauern, ich muss mir noch andere Webblätter besorgen! Das "mitgelieferte" Blatt ist ziemlich angerostet und mit seiner 60er Teilung viel zu eng für meine Wolle. Und wenn ich die Kette in jedes zweite Riet einziehe, schubbert mir das gammelige Blatt die wolligen Kettfäden schnell kaputt - Erfolgserlebnis geht anders!

Aber die Zeit wird mir bestimmt nicht lang werden, ich muß im Schnellverfahren meine verschütteten Grundkenntnisse im Weben wieder ausgraben und erweitern. Dazu habe ich mir schon von Interweave zwei herrliche Videos heruntergeladen und mir dazu passend ein nettes Buch besorgt:
Zwar auf englisch, aber mit gaaaanz vielen Fotos und Zeichnungen - eignet sich richtig gut, die Fachbegriffe auch gleich auf englisch zu lernen!













Ich geh dann mal eine Runde lesen - ist ja noch eine Weile hin bis Mitternacht!




Allen meinen Lesern einen guten Rutsch in ein wolliges 2013!


Lasst es Euch gutgehen und bleibt gesund
wünscht
Cornelia

Dienstag, 25. Dezember 2012

Hundeweihnachten...

ist dann, wenn es ganz besonders leckeres Futter gibt UND einen Ausflug zum Lieblingsspielplatz!
Churchills Lieblingsspielplatz habe ich im November bei trockenem Wetter schon mal gefilmt, heute habe ich das Video bei YouTube eingestellt:


Heute war der Platz wieder genauso leer, aber das Wetter war ziemlich bescheiden - Reeeegen! Mittags um Eins ist am 1. Feiertag natürlich fast jeder beim Essen, nur wir nicht. Na ja, Churchill hat es trotzdem genossen und ist emsig über den Platz geflitzt. So ganz ohne Leine ist ja auch zu und zu schön!
Das Futter hat ihm auch sehr gut geschmeckt: Als Vorspeise ein halber Becher Trockenfutter, nach einer halben Stunde das Hauptgericht aus einer Dose Pansen mit Reis garniert mit Leberwurst - gaaanz lecker!! Leberwurst gibts auch nur zum Geburtstag oder zu Weihnachten, es soll ja was Besonderes bleiben, ausser Churchill mag bei uns auch niemand Leberwurst.

Noch schöne "Restweihnachten"
wünscht Euch
Cornelia

Sonntag, 23. Dezember 2012

Livemitschnitt "Jingle Bells" als mein Weihnachtsgruß - hört mal rein!!!

BSC Jingle Bells 08.12.12 Cotton Club

Hier noch ein "weihnachtlicher Gruß" an alle meine Leser! Anfang Dezember war ich endlich mal wieder bei einem Auftritt meiner langjährigen (seit 1978) Lieblingsband Bourbon Skiffle Company aus Hannover. Die Stimmung war wie immer - uuunheimlich gut!! Die "Jungs" stehen nun seit 40 (!!!) Jahren auf der Bühne und machen immer noch richtig gute Laune. Sie sind jetzt im "fortgeschrittenen Alter" zwar nicht mehr so oft unterwegs wie früher, aber ihre Auftritte sind immer noch "formatfüllend": 4 Serien zu je einer 3/4 Stunde macht satte 3 Stunden netto Livemucke vom Feinsten - welche andere Band verwöhnt ihre Fans so ausführlich? Wahrscheinlich ist das mit ein Grund, dass es immer noch einen "harten Kern" langjähriger Fans gibt, die bei nahezu jedem Konzert der BSC im Cotton Club dabei sind!
Ich war nun nach einer längeren Pause auch mal wieder nach Hamburg gefahren - die Wiedersehensfreude war gigantisch! Und die Stimmung war genauso gigantisch, obwohl sowohl einige der Musiker als auch viele der Fans das Rentenalter längst erreicht haben. Dirk - der Sänger in der ersten Reihe - wird im Februar 70 Jahre jung, Musik hält eben jung!!
Der nächste Auftritt in Hamburg am 16.02.2013 ist schon fest im Kalender eingraviert...

Nun aber Tschüß für heute
Cornelia

Und nun ist Weihnachten fast da...

"Einmal werden wir noch wach ..." - kommende Nacht gegen eins, wenn meine Zeitungen angeliefert werden, die ich in den darauf folgenden Stunden verteilen darf. Nicht sehr weihnachtlich, aber die Kunden freuen sich, wenn sie ihre Zeitung zum Weihnachtsfrühstück aus dem Briefkasten holen können. Und vielleicht steckt an dem einen oder anderen Briefkasten noch mal so ein netter Umschlag wie bei meinen letzten Zeitungstouren! Manchmal packen meine Kunden auch ein leckeres Päckchen oder hängen eine Tüte mit Naschereien an die Tür - die Vorweihnachtszeit ist für Zeitungszusteller eine einträgliche Zeit. Mehr als über die kleinen Geldscheine freue ich mich ehrlich gesagt über die freundlichen Gedanken, die hinter den Fassaden der Weihnachtskarten stecken, über die Anerkennung meiner täglichen Arbeit. Manche meiner Kunden kenne ich inzwischen persönlich - man lebt halt "auf dem Dorf" - und die machen meist grosse Augen, wenn ich ihnen erzähle, dass ich jede Nacht ab 2 Uhr unterwegs bin, 6 Nächte die Woche. Da tut ein bisschen Anerkennung zu Weihnachten richtig gut!
Wenigstens ist die Wintersonnenwende jetzt vorbei, die Tage werden ganz langsam wieder länger und die Nächte kürzer - der Frühling kann kommen! Dann kommt für mich die schönste Zeit des Jahres, wenn ich unterwegs die beginnende Morgendämmerung erlebe, und wenn kurz vor Sonnenaufgang die Vögel aufwachen und ihre Stimmen ausprobieren. Ich sehe, was so alles in den Vorgärten spriesst und schliesslich blüht, während das ganze Dorf noch schläft. Na ja, fast das ganze Dorf, es gibt auch hier ein paar Frühaufsteher, die sich schon gegen 4 Uhr auf den Weg zur Arbeit machen müssen. Und dann sind nachts ja auch diverse LKWs unterwegs, die unseren kleinen Dorf-Supermarkt und die Supermärkte der Nachbarorte beliefern, nicht zu vergessen die zahlreichen DPD-Transporter, die ab 5 durch unser Dorf brausen auf dem Weg zum DPD-Zentrum in Norderstedt. Dann macht sich langsam der allgemeine Berufsverkehr bemerkbar, während ich nach getaner Arbeit zufrieden ins Bett plumpse, um den entgangenen Schlaf nachzuholen.
Ich mag meinen Job als Zeitungszustellerin, manchmal ein bisschen weniger bei Glatteis oder Schneegestöber oder im ausgiebigen Landregen, aber solche extremen Wetterlagen stehen ja relativ selten auf der Tagesordnung. Inzwischen macht sich zum Glück gerade wieder eine Warmfront über Norddeutschland breit - nicht sehr weihnachtlich, aber ein zustelltechnischer Glücksfall! Der Eisregen seit Samstagnachmittag hat meine Aktivitäten doch ziemlich eingeschränkt, ich war mehr oder weniger zuhause angebunden. Aber nun taut und tropft es an allen Ecken und das Thermometer hat schon die Null-Grad-Marke deutlich überschritten, Tendenz weiter steigend.
Nun muss ich aber schleunigst die Beine lang machen, Zeit für ein kleines Schläfchen vor der Zeitungsrunde! Wenn ich dann nach meiner Tour noch zum letzten Weihnachtseinkauf unterwegs war und mittags wieder aufwache - dann kann Weihnachten kommen!

Euch allen entspannte und zufriedene Weihnachtstage ohne Streß und Hetzerei
wünscht
Cornelia

Montag, 12. November 2012

Horizonterweiterung - wie war das damals?

Nun die versprochene Fortsetzung - diesmal auf "Wolli's" großem Bruder "Laptop" entstanden...

Es ist schon ziemlich irrsinnig, wie die digitalen Medien heutzutage unser Leben beeinflussen - wie war das eigentlich um 1980 herum??
Kein Internet, keine eMails, keine PCs, keine Handys - das Leben war wesentlich geruhsamer, aber auch langwieriger. Ich habe seitenlange Briefe von Hand geschrieben und war sauer, wenn die Post mal wieder streikte, weil ich sehnsüchtig auf eine Antwort des Empfängers wartete. Telefone hatten noch eine Wählscheibe und waren per Kabel mit der Telefonsteckdose in der Wand verbunden - wenn es mal klingelte, war es immer spannend, wer sich am anderen Ende der Leitung meldete. Andererseits verliefen sich etliche Anrufe meinerseits in endlosen Freizeichen - keiner da, jedenfalls nicht in Reichweite seines Telefons. Man war damals eben noch meilenweit entfernt von dieser ständigen Erreichbarkeit per Handy - ok, man kannte es ja nicht anders, aber wie oft hätte ich liebend gerne gewusst, wo ein guter Freund von mir steckte, den ich schon tagelang vergeblich versuchte zu erreichen...

In dieser Zeit lernte ich spinnen und studierte stundenlang die Kataloge und Preislisten der wenigen Wollanbieter, die wir mit der "Textilwerkstatt Vogelweide" als Lieferanten zur Verfügung hatten. Ich lernte etliche Rohfasern kennen und schrieb so manche "Wunschliste" für die nächste Sammelbestellung - Schreibblock und Stift waren damals gaaanz wichtig, denn man hatte ja noch keinen PC, der solche Wunschlisten, Gedanken und Ideen speichern konnte.
Bücher gab es nur in der Buchhandlung - oder leihweise in der "öffentlichen Bücherhalle", wobei man immer auf das vorhandene Angebot angewiesen war. Englische oder amerikanische Strickanleitungen? Fehlanzeige, davon wussten vielleicht die Amerikaner, aber keine deutsche Buchhandlung hätte sich sowas ins Regal gestellt.
Das gesamte Leben war damals ziemlich schmalspurmäßig, seinen "geistigen Horizont" konnte man mit "klassischer Literatur" erweitern, im Studium konnte man sein Gehirn mit wissenschaftlicher Lektüre füttern - aber der "Horizont" endete in der Staatsbibliothek der Uni!

Verglichen mit damals leben wir heute in einem wahren Strudel an Informationen, können jederzeit Tante Goggel fragen - wonach auch immer uns der Sinn steht - und auf eine informative Reise gehen. Man hat zu Anfang des Computerzeitalters schnell lernen müssen, nützliche Informationen von "Ballast" zu unterscheiden und gezielt nach etwas zu suchen.
Auch die sonstigen Medien - allen voran das Fernsehen - bombardierte uns zunehmend mit "Informationen" verschiedenster Art, private Sender schossen wie Pilze aus dem Boden und der "Sendeschluss" wurde abgeschafft! Erinnert sich noch jemand an dieses grieselige Rauschen auf dem Bildschirm? Nach Mitternacht gab es in der Woche nichts mehr zu sehen, an den Wochenenden vielleicht einen späten Spielfilm...

Irgendwie hatte das Leben um 1980 herum auch seine Reize, zumindest hatte man mehr ZEIT! Man war eben nicht diesem Feuerwerk an Informationen ausgeliefert, hatte keine zwei oder drei Telefone zu bedienen, kein Handy verfolgte einen auf allen Wegen - man nimmt es ja doch immer mit, es könnte ja was Wichtiges passieren... Den Briefkasten hat man schon damals täglich geleert, aber meistens war er leer, während man heute die gelegentlichen persönlichen Briefsendungen aus einem Stapel Werbung herausfischen darf. Heutzutage hat mein Briefkasten irgendwas von "Papierkorb, während er früher für mich "die Tür zur Aussenwelt" war... Ach ja, "Altpapiersammlung" gab es damals auch schon! Man stellte sein Bündel an Tageszeitungen und Zeitschriften fein säuberlich mit Bindfaden verschnürt an den Strassenrand - heute gibt es pro Haushalt eine Tonne dafür, die innerhalb von 4 Wochen auch ziemlich voll wird.

Die Spinnerei (am Spinnrad) ist zum Glück ziemlich beim Alten geblieben, wenn auch dank "Horizonterweiterung" viel schönes Neues dazu gekommen ist. "Spinnfutter" bestellt man nicht mehr per handgeschriebenem Bestellschein sondern per Mausklick im Internet-Shop des Anbieters. Davon drängeln sich weltweit unzählige um unser Portemonaie bzw. Konto! Auch Spinnräder und sonstige "Hardware" für das Hobby findet man im Internet in überirdíscher Auswahl.
Es geht aber auch regional und persönlich im Internet zu: Dank diverser Foren und Blogs gibt es einen regen Erfahrungs- und Informationsaustausch und man lernt sich bei verschiedenen Spinntreffen und Veranstaltungen endlich persönlich kennen, nachdem man schon wochenlang voneinander gelesen hat...

So schliesst sich der riesige Kreis, den man im Laufe der Jahre geschlagen hat. Aus der riesigen Informationsflut, der man heutzutage ausgesetzt ist, kristallisieren sich persönliche Kontakte heraus. Daraus wachsen mit der Zeit Bekanntschaften, vielleicht sogar Freundschaften - auf jeden Fall mehr als "Gesichtsbuch-Freunde"...

Eine "freundliche" Woche an Alle
wünscht Cornelia

Sonntag, 11. November 2012

Meine Helfer beim Hobby...

... heissen natürlich Kardiermaschine, Handkarden, Haspel, Wollwickler - und WOLLI, mein kleines Netbook!
Zur Feier des Tages gibt es heute den ersten Blogeintrag geschrieben auf Wolli - ich habe ihn nämlich gerade "befördert" und ihm eine Maus geschenkt. Natürlich keine echte Maus, diese ist klein, handlich und schnurlos, eben eine Computermaus! Das eingebaute Touchpad ist nicht so mein Fall...  Und die "Beförderung" bezieht sich auf Wolli's Betriebssystem, er läuft jetzt mit "Windows7 Home Premium" statt mit der gräßlich spartanischen Starter-Version.
Soviel fürs Erste auf die Schnelle, ich muß Wolli noch fertig einrichten. Demnächst gibt es dann mehr Gedanken zu "elektronischen Helfern"!

Samstag, 22. September 2012

Wollnachschub oder Sommer auf der Alm...

Heute bekam ich ein wolliges Paket von einer Spinnfreundin bei Petzis's Spinnforum! Inhalt: Wunderbar saubere weiße Bergschafwolle, frisch von der Herbstschur in Garmisch-Partenkirchen!!
Das Paket hat eine Vorgeschichte, zum Einen der jährliche Sommerurlaub in Partenkirchen in meiner Kindheit, zum Anderen ein Link zu einem kurzen Beitrag im Bayrischen Fernsehen in diesem Sommer: Schafhaltung im Werdenfelser Land (ich hoffe, dass dieser Link zur Sendung vom BR noch sehr lange funktioniert, für schafbegeisterte Flachlandbewohner ist der Film äusserst sehenswert!)
Dieser Filmbeitrag ließ meine Kindheitserinnerungen wieder aufleben und ich dachte mir, es wäre zu schön, einmal Wolle von diesen Bergschafen aus dem Wettersteingebirge zu verarbeiten...
Nun hat Karin mir diesen Traum erfüllt, auch an dieser Stelle noch mal 1000 Dank! Die Wolle vom Bergschaf ist ziemlich "rustikal", also nicht so kuschelweich wie BFL oder ganz feine Merino. Aber sie ergibt ein strapazierfähiges Garn - wunderbar für Jacken oder Pullover, sozusagen "Outdoor-Bekleidung".
Das Besondere an meiner hochalpinen Bergschafwolle ist ihre unbeschreibliche Sauberkeit! Als hätte das Schaf vor dem Almabtrieb noch ein Bad genommen... Auch sind dank der sommerlichen Weide oberhalb der Baumgrenze überhaupt keine Pflanzen- oder Strohschnipsel in der Rohwolle! Aufgrund der zweimaligen Schur im Jahr sind die Haare zwar nicht so lang wie hierzulande, wo die Schafe meistens nur eimal im jahr geschoren werden, aber die Sauberkeit und das Fehlen von verfilzten Stellen machen die geringere Haarlänge allemal wieder wett.
Nun geht es ans Planen, Färben, Kardieren, Spinnen und schlussendlich Stricken - das soll mal mein ganz persönlicher "Wetterstein-Pullover" werden - die Planung als erster Schritt wird aber noch einige Zeit beanspruchen.
Ein Foto von der Rohwolle folgt bei Gelegenheit, jetzt ist es draußen stockdunkel...

Allen Lesern ein schönes Wochenende
Cornelia

Montag, 17. September 2012

Jetzt wird's bunt!

Nachdem ich meinen Text im Blog-Kopf leicht modifiziert habe und das Thema "Färben" zum Spinnen und Stricken hinzugefügt habe, muss ich Euch auch zeigen, was ich damit meine:
 Das ist "Devon Longwool" von der Schur 2011 von Astrid in Stocksee! Endlich hatte ich das Vlies mal durchsortiert und jetzt die Hälfte des Netzbeutels "Auslese" gewaschen. Gestern habe ich mir dann meine neuen SEWO-Farben geschnappt und Farbbrühe angesetzt: Bordeaux, Violett und Kobaltblau kamen zum Einsatz!
Leider ist besonders das Blau seeehr intensiv geworden, dass meine Kamera mit der Farbdarstellung leider wieder leichte Probleme bekam (dabei hatte ich schon meine Canon 300D genommen, weil die kleine Pentax nur grottenschlechtes "Farbgebrüll" produzierte).
Aber die Wolle ist wunderbar geworden (im Einkochtopf bei 80 Grad gefärbt), lässt sich auch unkardiert direkt aus der Flocke verspinnen. Dafür habe ich meiner Ella mal wieder den zweifädigen Spinnkopf aufgesetzt - Spulenbild gibt es erst, wenn die Spule besser gefüllt ist! Wahrscheinlich wird das Ganze ein Navajo-Zwirn, um die verschiedenen Farben im fertigen Faden bestmöglich zu erhalten.
Der bunte Haufen ist jedenfalls ganz schön stattlich - rund 400 Gramm! Und die andere Hälfte der "Auslese" habe ich ja auch noch, und dann noch einen ganzen Netzbeutel mit dem "Rest" vom Vlies (der auch sehr schön sauber ist, hat nur etwas mehr "Botanik" im Pelz)...
Ich muß wohl bald wieder eine Runde färben, vielleicht mal wieder meine geliebten "Wasserfarben"!

Lasst es Euch gut gehen!
Cornelia

 

Samstag, 8. September 2012

Luxuswolle...

Manchmal muss man sich auch mal "was gönnen"! Wenn andere dann ein Schuhgeschäft aufsuchen, kaufe ich lieber online ein - aber keine Schuhe sondern WOLLE!!!
Genauer gesagt einen furchtbar weichen Kammzug, der ganz "luftig" daherkommt - man sieht dem Berg wirklich nicht an, dass es nur 200 Gramm sind!
In Petzi's Spinnforum hatte ich schon die karibik-blaue Leine voll von "Woelfin" bewundert - seitdem ging mir der Kammzug nicht mehr aus dem Kopf. Und obwohl mein Konto nicht gerade am Überlaufen war, habe ich allen Mut zusammen genommen und über "Etsy" meine Traumwolle in den USA bestellt und gute 30 Euronen investiert - am 28.08. kam das Paket bei mir an:

 
 
 
200 Gramm feinster Cormo-Kammzug samt einer gefärbten Probe!!
 
Inzwischen residiert die Edelwolle in einer eigenen Klarsichtbox und die Probe habe ich gleich zu einem Ministrang versponnen und verzwirnt, der Strang ist 50 cm lang und wiegt nur 7g (in Worten: Sieben), ein watteweiches Federgewicht:


 
Bollywood lässt grüßen!
 
Ich hätte die Farbkombi Pink und Orange selber nie gewagt zu färben, aber es zeigt sich immer wieder, dass Mut belohnt wird!  Das Garn ist erstaunlich "freundlich" im Gesamteindruck - ich muss mir das Buch von Deb Menz "Color in Spinning" noch mal ausgiebig zur Brust nehmen, bevor ich meinen Cormo-Schatz in Farben bade...
 
 
Ein schönes Wochenende für Euch - vielleicht bunt??
Cornelia


Sonntag, 2. September 2012

Und "schon wieder" eine Fortsetzung...

Heute geht es um "Theorie", aber ziemlich bunt statt grau - ich habe nun stundenlang daran gebastelt, meinen Account bei Ravelry mit etwas Leben zu füllen! Das heißt auf deutsch: Ich habe meinem "notebook" (bei ravelry) einige "Projekte" hinzugefügt. Ok, ich bewege mich bisher selten auf den Pfaden von ravelry, aber ich merke jetzt, wie vielschichtig das ganze System ist. Da gibt es ungeahnte Möglichkeiten, seine ganzen Projekte samt aller Wollvorräte zu erfassen!! Einziger Nachteil: DAS DAUERT!!! Ich muss noch viele Fotos machen, um auch meinen Vorrat an selbstgesponnenen Garnen und Kammzügen zu "visualisieren". Heute habe ich erst mal ein paar fertiggestellte Tücher eingestellt und einige angefangene Projekte, von denen ich für Petzi's Spinnforum schon mal Fotos gemacht hatte. Die Sachen schreien zwar förmlich nach weiteren Informationen - aber jetzt bin ich wirklich bettreif!!
Falls jemand "mal gucken" will - ich bin auch bei ravelry als "Eurasierwolle" unterwegs.
Und jetzt geh ich schlaaaaafen!!! Bis bald, zur nächsten Fortsetzung...

Sonntag, 5. August 2012

Auf den Hund gekommen ...

Nun wird es langsam höchste Zeit, ein paar Zeilen dem "Urheber" dieses Blogs zu widmen! Darf ich vorstellen: Churchill vom Darrhof - ein Eurasier, wie er im Buche steht. Die Medaille um seinen Hals gehört aber nicht zu seinem täglichen Outfit, die Aufnahme entstand nach unserer letzten Teilnahme an einer Eurasier-Ausstellung, da gab es das dekorative Teichen als Anerkennung für alle Teilnehmer.
Die Verbindung zu Wolle und Spinnen ergab sich aus seinem überaus kuscheligem Fell, das gelegentlich gebürstet werden muss und so ein hervorragendes "Futter" für mein Spinnrad liefert. Die ausgekämmte Unterwolle ist sehr schön weich und ergibt versponnen ein besonders warmes Garn, weil die Haare kleine Luftkammern eingebaut haben, die gegen Kälte hervorragend isolieren!
Zu einem ganzen Pullover aus Churchills Wolle hat die bisherige "Ernte" und mein Spinnfleiß noch nicht gereicht, aber wenigstens sind schon mal drei witzige Eierwärmer für Churchills Züchterin entstanden, aus der Wolle von Churchill und zwei seiner Geschwister:

Ansonsten verspinne und verstricke ich sehr viel "unhundiges" sprich überwiegend Schaf in verschiedensten Aggregatszuständen, mal selbst gewaschenes und kardiertes Vlies, mal gekauften Kammzug, gerne naturfarben, noch lieber gefärbt... - vielleicht sollte ich bei nächster Gelegenheit mal meine "gebuntete Wolle" vorstellen - ich behalte das mal im Auge!

Sonntag, 29. Januar 2012

Endlich eine Fortsetzung!

Lang ist's her, dass ich den ersten Beitrag geschrieben habe. Leider hatte mich Ende Oktober ein (kleiner) Schlaganfall aus der Bahn geworfen - zum Glück nicht schlimm und mit keinen bleibenden Schäden, aber auch einfache Dinge wie das Tippen auf der Tastatur müssen erst wieder trainiert werden.
Spinnen ging aber schon nach einer Woche, als ich aus dem Krankenhaus kam, wieder ganz manierlich - es war das Erste, was ich ausprobiert hatte!!!
Seit jetzt fast einem Jahr ist "Ella" mein bestes Stück, ein traumhaftes Spinnrad von Thomas Walther. Inzwischen liegt die Wartezeit auf ein Walther-Rad schon bei 9 Monaten mit "Tendenz steigend", da war ich mit 6 Monaten Wartezeit noch gut dran! Aber jede Warterei lohnt sich bei seinen traumhaften Rädern, ich durfte alle Modelle ausprobieren, als ich Ella abholte...
Hier mit allem Zubehör und Blechkiste für dessen Transport.


Ella ist ein wirkliches Arbeitstier, kann seeehr schnell spinnen (aber auch schön gemütlich in den "unteren Gängen") und läuft lautlos perfekt "bei Fuß"! Sie ist einfach mit absoluter Präzision verarbeitet und hat etliche Kugellager in sich, sogar die Spulen sind kugelgelagert!! Das Ergebnis ist ein lautloses Spinnvergnügen...
Mein altes Haldane habe ich dann bald verkauft, es tut jetzt seine Dienste in der Nachwuchs-Schulung bei der Tochter einer Spinnfreundin bei Lüneburg. Ella hat sich nämlich "nicht herdentauglich" gezeigt, behauptete immer, den Job besser zu können - sie hat ja auch recht! Aber nun ist kürzlich doch noch ein kleines "Zweitspinnrad" eingezogen, ein altes "Ashford Traveller" aus den 80er Jahren! Es hat aber noch eine ausgiebige Renovierung vor sich...

Auf so einem Traveller habe ich damals spinnen gelernt! Da ist es wohl nicht verwunderlich, dass ich das Angebot von Dagmar nicht abschlagen konnte, die das Rädchen wegen akutem Platzmangel verkauft hat. Traveller - jetzt "Oldie" genannt - und ich waren schon beim ersten Probespinnen per Du, wenn es auch noch allerlei an ihm zu renovieren gibt.
Mal sehen, wann ich Oldie in seiner neuen Pracht zeigen kann. Das dauert bestimmt eine Weile...