Jetzt habe ich auch einen Blog...

Es gibt einige Foren im World Wide Web, auf denen ich als "Eurasierwolle" unterwegs bin - mal mehr, mal weniger.
Dieser Blog soll sozusagen meine Zentrale werden mit Bildern und Geschichten rund um unseren Eurasier, seine Wolle, mein Spinnrad und was mich in meinem Leben sonst noch so beschäftigt.

Und wer mich direkt anmailen will, kann dies unter der Adresse "laube-alveslohe(at)wtnet(Punkt)de" gerne tun.


Sonntag, 23. Dezember 2012

Und nun ist Weihnachten fast da...

"Einmal werden wir noch wach ..." - kommende Nacht gegen eins, wenn meine Zeitungen angeliefert werden, die ich in den darauf folgenden Stunden verteilen darf. Nicht sehr weihnachtlich, aber die Kunden freuen sich, wenn sie ihre Zeitung zum Weihnachtsfrühstück aus dem Briefkasten holen können. Und vielleicht steckt an dem einen oder anderen Briefkasten noch mal so ein netter Umschlag wie bei meinen letzten Zeitungstouren! Manchmal packen meine Kunden auch ein leckeres Päckchen oder hängen eine Tüte mit Naschereien an die Tür - die Vorweihnachtszeit ist für Zeitungszusteller eine einträgliche Zeit. Mehr als über die kleinen Geldscheine freue ich mich ehrlich gesagt über die freundlichen Gedanken, die hinter den Fassaden der Weihnachtskarten stecken, über die Anerkennung meiner täglichen Arbeit. Manche meiner Kunden kenne ich inzwischen persönlich - man lebt halt "auf dem Dorf" - und die machen meist grosse Augen, wenn ich ihnen erzähle, dass ich jede Nacht ab 2 Uhr unterwegs bin, 6 Nächte die Woche. Da tut ein bisschen Anerkennung zu Weihnachten richtig gut!
Wenigstens ist die Wintersonnenwende jetzt vorbei, die Tage werden ganz langsam wieder länger und die Nächte kürzer - der Frühling kann kommen! Dann kommt für mich die schönste Zeit des Jahres, wenn ich unterwegs die beginnende Morgendämmerung erlebe, und wenn kurz vor Sonnenaufgang die Vögel aufwachen und ihre Stimmen ausprobieren. Ich sehe, was so alles in den Vorgärten spriesst und schliesslich blüht, während das ganze Dorf noch schläft. Na ja, fast das ganze Dorf, es gibt auch hier ein paar Frühaufsteher, die sich schon gegen 4 Uhr auf den Weg zur Arbeit machen müssen. Und dann sind nachts ja auch diverse LKWs unterwegs, die unseren kleinen Dorf-Supermarkt und die Supermärkte der Nachbarorte beliefern, nicht zu vergessen die zahlreichen DPD-Transporter, die ab 5 durch unser Dorf brausen auf dem Weg zum DPD-Zentrum in Norderstedt. Dann macht sich langsam der allgemeine Berufsverkehr bemerkbar, während ich nach getaner Arbeit zufrieden ins Bett plumpse, um den entgangenen Schlaf nachzuholen.
Ich mag meinen Job als Zeitungszustellerin, manchmal ein bisschen weniger bei Glatteis oder Schneegestöber oder im ausgiebigen Landregen, aber solche extremen Wetterlagen stehen ja relativ selten auf der Tagesordnung. Inzwischen macht sich zum Glück gerade wieder eine Warmfront über Norddeutschland breit - nicht sehr weihnachtlich, aber ein zustelltechnischer Glücksfall! Der Eisregen seit Samstagnachmittag hat meine Aktivitäten doch ziemlich eingeschränkt, ich war mehr oder weniger zuhause angebunden. Aber nun taut und tropft es an allen Ecken und das Thermometer hat schon die Null-Grad-Marke deutlich überschritten, Tendenz weiter steigend.
Nun muss ich aber schleunigst die Beine lang machen, Zeit für ein kleines Schläfchen vor der Zeitungsrunde! Wenn ich dann nach meiner Tour noch zum letzten Weihnachtseinkauf unterwegs war und mittags wieder aufwache - dann kann Weihnachten kommen!

Euch allen entspannte und zufriedene Weihnachtstage ohne Streß und Hetzerei
wünscht
Cornelia

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