Jetzt habe ich auch einen Blog...

Es gibt einige Foren im World Wide Web, auf denen ich als "Eurasierwolle" unterwegs bin - mal mehr, mal weniger.
Dieser Blog soll sozusagen meine Zentrale werden mit Bildern und Geschichten rund um unseren Eurasier, seine Wolle, mein Spinnrad und was mich in meinem Leben sonst noch so beschäftigt.

Und wer mich direkt anmailen will, kann dies unter der Adresse "laube-alveslohe(at)wtnet(Punkt)de" gerne tun.


Samstag, 22. September 2012

Wollnachschub oder Sommer auf der Alm...

Heute bekam ich ein wolliges Paket von einer Spinnfreundin bei Petzis's Spinnforum! Inhalt: Wunderbar saubere weiße Bergschafwolle, frisch von der Herbstschur in Garmisch-Partenkirchen!!
Das Paket hat eine Vorgeschichte, zum Einen der jährliche Sommerurlaub in Partenkirchen in meiner Kindheit, zum Anderen ein Link zu einem kurzen Beitrag im Bayrischen Fernsehen in diesem Sommer: Schafhaltung im Werdenfelser Land (ich hoffe, dass dieser Link zur Sendung vom BR noch sehr lange funktioniert, für schafbegeisterte Flachlandbewohner ist der Film äusserst sehenswert!)
Dieser Filmbeitrag ließ meine Kindheitserinnerungen wieder aufleben und ich dachte mir, es wäre zu schön, einmal Wolle von diesen Bergschafen aus dem Wettersteingebirge zu verarbeiten...
Nun hat Karin mir diesen Traum erfüllt, auch an dieser Stelle noch mal 1000 Dank! Die Wolle vom Bergschaf ist ziemlich "rustikal", also nicht so kuschelweich wie BFL oder ganz feine Merino. Aber sie ergibt ein strapazierfähiges Garn - wunderbar für Jacken oder Pullover, sozusagen "Outdoor-Bekleidung".
Das Besondere an meiner hochalpinen Bergschafwolle ist ihre unbeschreibliche Sauberkeit! Als hätte das Schaf vor dem Almabtrieb noch ein Bad genommen... Auch sind dank der sommerlichen Weide oberhalb der Baumgrenze überhaupt keine Pflanzen- oder Strohschnipsel in der Rohwolle! Aufgrund der zweimaligen Schur im Jahr sind die Haare zwar nicht so lang wie hierzulande, wo die Schafe meistens nur eimal im jahr geschoren werden, aber die Sauberkeit und das Fehlen von verfilzten Stellen machen die geringere Haarlänge allemal wieder wett.
Nun geht es ans Planen, Färben, Kardieren, Spinnen und schlussendlich Stricken - das soll mal mein ganz persönlicher "Wetterstein-Pullover" werden - die Planung als erster Schritt wird aber noch einige Zeit beanspruchen.
Ein Foto von der Rohwolle folgt bei Gelegenheit, jetzt ist es draußen stockdunkel...

Allen Lesern ein schönes Wochenende
Cornelia

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